Am 16. November von Schötz nach Willisau

Text von Hans Pfister

Frühmorgens versammelte sich eine Wandergruppe beim Lenzburger Bahnhof um mit der SBB nach Zofingen zu fahren. In Zofingen nimmt uns die BLS mit bis nach Nebikon, und danach der Bus bis Schötz, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Das Luzerner Hinterland, in dem wir uns jetzt befinden, ist für die meisten Wanderteilnehmer unbekanntes Gebiet. Wir verlassen das Dorf und wandern entlang der Wigger südwärts. Die Strecke ist abwechslungsreich und der Wanderweg breit, so dass 2-3 Personen nebeneinander gehen können, dies führt zu vielen interessanten Diskussionen.

Wir durchqueren ein Naturschutzgebiet und überqueren die Wigger über eine kleine Brücke zum "Platz des Dialoges" bei dem einfache Sitzgelegenheiten dazu einladen, mit sich selbst oder den Wanderpartnern Gedanken auszutauschen. Nach einer kurzen Trinkpause erreichen wir Albertswil, wo wir den Wiggerwanderweg verlassen und zur Ruine Kastelen aufsteigen.

Die Geschichte zur Ruine Kastelen kann unter http://www.burgenwelt.org/schweiz/kastelen/object.php gelesen werden

Die Nebeldecke verhindert machen Teilnehmern, die Aussicht vom Turm aus zu geniessen. Interessant ist, dass auch diese Burg zum Imperium der Lenzburger gehörte. Über die Besitzer und Erbauer der ersten Burg Kastelen herrscht Unklarheit. Im 12. Jh. gehörte die Herrschaft den Grafen von Lenzburg, nach deren Aussterben (1173) fiel sie mit einem grossen Teil des Erbes den Grafen von Kyburg zu. Einer der letzten Kyburger, Hartmann IV. oder sein Neffe Hartmann V., liess auf dem Hügel über Alberswil eine neue Burg errichten. Mitten in der bestehenden Anlage entstand so um die Mitte des 13. Jh. ein mächtiger Wohnturm, der im Grundriss 12,3 x 14,8 Meter bei einer Mauerstärke von bis zu 2 Meter misst. Auf Fundamenten aus Nagelfluhfelsen wurde das donjonartige Gebäude aus äusserst exakt zugehauenen Tuffstein-Buckelquadern aufgeführt. Der Hocheingang befindet sich auf der Westseite, zwei weitere Türöffnungen führten in den oberen Turmgeschossen auf Balkone. Der Turm ragt heute noch 21 Meter hoch auf, was beinahe seiner ursprünglichen Höhe entspricht. ( aus Burgenwelt.org )

Nach einer kurzen Rast geht der Abstieg vorbei an einem Weingut hinunter zur Wigger wo wir dem Wanderweg folgend den Zusammenfluss der Buchwigger mit der Enziwigger, die im Napfgebiet entspringt erreichen. Jetzt erst ist die Bezeichnung des meist in einem kanalisierten Bachverlauf verlaufendem Gewässer Wigger (früher auch Wiggeren ). In Willisau erwartet uns im Kaffe Weibel ein feines Mittagessen, danach bleibt noch etwas Zeit für eine individuelle Stadtbesichtigung ( sogar die Sonne lässt sich blicken ) und Willisauer-Ringli mit Luzerner Kaffe mussten degustiert werden. Um 15.30 Uhr erwartet uns der Bus zur Rückfahrt nach Nebikon, wo wir wieder mit BLS und SBB Lenzburg erreichen.

Wir alle danken Maja und Walter für diesen Abstecher ins Luzerner-Hinterland, wo einige von uns neues entdecken und lernen konnten.

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Bilder von Hans Pfister

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Bilder von Trudi Plancherel

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